Qualität beginnt vor dem Zuschnitt
Garne und Stoffe werden auf Farbe, Breite, Oberflächenfehler und grundlegende Materialeigenschaften kontrolliert. Abweichungen müssen erkannt werden, bevor sie eine komplette Charge betreffen.
Prüfungen während der Fertigung
Strickdichte, Zuschnitt, Nähte, Verklebungen und Verschlüsse werden innerhalb des Prozesses geprüft. So lassen sich Ursachen schneller korrigieren als bei einer reinen Endkontrolle.
Maße und Toleranzen
Shapewear reagiert empfindlich auf kleine Maßabweichungen. Definierte Messpunkte und Toleranzen sorgen dafür, dass Passform und Kompression zwischen Chargen reproduzierbar bleiben.
Abschlusskontrolle
Vor der Verpackung werden Aussehen, Funktion, Maße, Etikettierung und Stückzahl überprüft. Das freigegebene Referenzmuster bildet den Maßstab.
Transparente Dokumentation
Prüfberichte, Abweichungsmanagement und klare Freigaben schaffen Nachvollziehbarkeit – besonders bei wiederkehrenden Produktionen und mehreren Farbvarianten.
Der Prüfplan beginnt mit der Spezifikation
Qualitätskontrolle kann nur Merkmale zuverlässig bewerten, die zuvor eindeutig festgelegt wurden. Dazu gehören Materialqualität, Messpunkte, Toleranzen, Verarbeitung, Farbe, Größenkennzeichnung, Branding und Verpackung. Das freigegebene Referenzmuster ergänzt diese Angaben um eine physische Vergleichsgrundlage.
Der Prüfumfang sollte zum Modell passen. Ein bügelloser BH benötigt andere Schwerpunkte als eine nahtlose Leggings oder ein mehrlagiger Kompressionsbody. Bei BHs können Cup, Unterbrustband, Träger und Verschluss im Mittelpunkt stehen. Bei Unterkörpermodellen sind Bund, Schritt, Zonenposition und Beinabschluss besonders relevant. Zusätzliche Prüfungen werden mit Methode und Akzeptanzkriterium vereinbart.
Prüfungen während der Serie organisieren
Eine reine Endkontrolle erkennt Fehler erst, wenn Material und Arbeitszeit bereits eingesetzt wurden. Sinnvoller ist eine abgestufte Prüfung: Material und Komponenten werden vor Produktionsbeginn zugeordnet, erste Teile werden gegen die freigegebene Grundlage geprüft und relevante Merkmale werden während der Fertigung erneut kontrolliert. Vor der Verpackung folgt der Abgleich von Produkt, Größe, Kennzeichnung und Stückzahl.
Für wiederkehrende Aufträge ist die Dokumentation besonders wichtig. Materialwechsel, freigegebene Korrekturen oder geänderte Verpackungsvorgaben müssen eindeutig einer Version zugeordnet werden. Sonst kann eine Nachbestellung trotz guter Einzelfertigung von der vorherigen Serie abweichen.
Typische Fehlerquellen
- Messpunkte sind nicht eindeutig beschrieben oder werden unterschiedlich angelegt.
- Musteränderungen fehlen in Tech Pack und Maßtabelle.
- Farbe, Labelposition oder Verpackung werden nur per Chat bestätigt.
- Toleranzen berücksichtigen das elastische Materialverhalten nicht.
- Größenverteilung und Kartonzuordnung werden zu spät geprüft.
Checkliste für Einkäufer
- Freigegebenes Referenzmuster eindeutig kennzeichnen.
- Messpunkte und Toleranzen je Größe dokumentieren.
- Material, Farbe und Komponenten einer Projektversion zuordnen.
- Sichtbare Verarbeitung und funktionale Prüfpunkte festlegen.
- Marken-, Pflege- und Größenkennzeichnung bestätigen.
- Einzel- und Versandverpackung vor Serienstart freigeben.
Weitere Einzelheiten finden Sie unter Qualitätssicherung sowie auf der Seite Fertigung & Qualität.





